Eine Lanze für Greta Thunberg... - Nordseefauna2016

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Eine Lanze für Greta Thunberg...

 

...in den letzten Tagen habe ich mich oft gefragt, weshalb eine 16 Jahre alte Schwedin durch einen lokal begonnenen Schulstreik zu internationaler Bekanntheit gelangte. Wie würde ich darüber denken, wenn es meine Tochter wäre, die mir hier den Spiegel vorhält? Was würden Sie dabei empfinden, wenn Ihr Teenager Ihnen erklären würde, dass seine/ihre Zukunft nicht existent ist?

Das eigentlich Traurige ist, dass der Club of Rome bereits in den 1970er jahren vor den Folgen des Klimawandels gewarnt hatte. Bislang scheint das aber auf diesem Planeten niemanden gestört zu haben.

Ist der Weg von Greta Thunberg "der einzig Richtige"?

Nun, es mag sein, dass unsere Politiker in den letzten Dekaden kaum etwas für die verschwindende Restnatur oder gegen den Klimawandel getan haben. Stattdessen haben sie aber Eitelkeiten und Gewinnsucht gepflegt. Auch haben sie stets über Machterhalt und wirtschaftliche Interessen nachgedacht. Während das Soziale sie meist wenig bis gar nicht interessiert hat. Sie haben Menschen zu "Humanressourcen" degradiert und unsere rezente Natur zum Freizeitvergnügen gemacht. Und sie haben es geschafft, den Menschen sinnfreien Konsum aller Art als Lebenszweck zu generieren. Und das alles in der Regel parteiübergreifend...

Was mir an Greta Thunberg, aber auch an anderen Klimaaktivisten etwas aufstößt, ist eine ganz einfache Sache: Nämlich dass "demokratische" Politiker letztlich auch nur wiedergewählt werden wollen und deshalb Dinge propagieren, die mehrheitsfähig sind. Das heißt, dass die Kritik an Politik und Politikern einfach viel zu kurz greift!

Vielmehr sollten die Rufe nach Klimaschutz als ein Appell an uns alle verstanden werden, den eigenen Lebensstil zu prüfen und zu reduzieren. Das ist natürlich nicht populär. Und man macht sich damit unbeliebt. Doch letztlich könnte dieser Weg tatsächlich nachhaltig etwas ändern.

Oder, um es mal etwas altmodischer zu formulieren: Alle haben gegen das Klima gesündigt. Und daher müssen auch alle eine persönliche und eine kollektive Buße tun.

Wenn wir uns nicht ändern oder ändern lassen wollen, dann gehen wir dem point of no return entgegen, der unsere Zivilisation in ihrer jetzigen Form radikal beenden wird.

Wo kann man selbst beginnen?

1.) Weniger Fleisch konsumieren, insbesondere Schweine- und Rindfleisch.
2.) Weniger Auto fahren und nicht mehr zur Arbeit "pendeln". Insbesondere diese Lebensweise ist eine ökologische Katastrophe!
3.) Möglichst keine Flugreisen mehr buchen, insbesondere Kurzstreckenflüge und Pauschalurlaube.
4.) Keine Kreuzfahrten mehr buchen.
5.) Bestellungen bei Amazon und Co. auf ein Minimum reduzieren.
6.) Statt im Hypermarkt lieber in kleineren Geschäften einkaufen. Mal wieder zum Wochenmarkt gehen!
7.) Öffentliche Verkehrsmittel nutzen und deren Ausbau und Förderung fordern!
8.) Beim Einkauf von Produkten auf Verpackung und Nachhaltigkeit achten. Eigene Einkaufstaschen mitbringen!
9.) Bei Einkäufen regionale Anbieter und Produkte bevorzugen, um lange Transportwege zu vermeiden.
10.) Auf Wegwerfprodukte aller Art verzichten, so dieses möglich ist. (Ausnahme: Medizinprodukte).

Sicherlich gibt es noch einige Dinge mehr, aber wenn viele Leute damit beginnen, sich selbst einmal etwas kritischer zu sehen, dann wird das in der Gesamtmenge einiges ändern. Seien Sie selbst das Wunder!       

        

 
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